Als die slowenischen und österreichischen Partner im Jahr 2020 das H2GreenTECH-Projekt starteten, fanden grüne Wasserstofftechnologien auch auf europäischer Ebene große Beachtung. Diese sollen einen wesentlichen Beitrag zur Dekarbonisierung industrieller Prozesse und Wirtschaftssektoren leisten. Dies ist unabdingbar, wenn wir das im Europäischen Green Deal festgelegte Ziel erreichen wollen, Europa bis 2050 zum ersten klimaneutralen Kontinent der Welt zu machen.
Die Europäische Allianz für sauberen Wasserstoff wurdeim März 2020 als Teil der neuen europäischen Industriestrategie und zur Unterstützung der EU-Umsetzung der Wasserstoffstrategie ins Leben gerufen und stellt ein neues Investitionsprogramm für saubere Energie im Rahmen des Wiederherstellungsplans der Kommission für Europa dar. Die Wasserstoffstrategie sieht einen schrittweisen Übergang zu Wasserstoff vor:
- Zwischen 2020 und 2024 wird die EU die Installation von Elektrolyseanlagen für erneuerbaren Wasserstoff mit einer Leistung von mindestens 6 Gigawatt und die Produktion von bis zu 1 Million Tonnen erneuerbarem Wasserstoff unterstützen.
- Zwischen 2025 und 2030 soll Wasserstoff in der EU ein wesentlicher Bestandteil des Energiesystems werden, mit dem Ziel, erneuerbare Wasserstoffelektrolyseanlagen mit einer Leistung von mindestens 40 Gigawatt zu installieren und bis zu 10 Millionen Tonnen erneuerbaren Wasserstoff zu produzieren.
- Zwischen 2030 und 2050 sollten Technologien für Wasserstoff aus erneuerbaren Quellen ausgereift und in jenen Sektoren angewandt werden, die schwer zu dekarbonisieren sind.

Die „European Clean Hydrogen Alliance“ stellt einen Zusammenschluss von Industrie, Forschungseinrichtungen, nationale und regionale Behörden sowie der Zivilgesellschaft und der Europäischen Investitionsbank dar. Sie möchte ein Investitionsprogramm entwickeln, um die Produktion und die Nachfrage nach sauberem Wasserstoff in der EU zu fördern. Durch den Beitritt zur Allianz will auch das Slowenische Nationale Chemie InstitutundH2GreenTECH Partner bis 2030 zum ehrgeizigeren Einsatz von Wasserstofftechnologien in der EU beitragen, indem es die Erzeugung von erneuerbarem und kohlenstoffarmen Wasserstoff, Industrie, Mobilität und andere Nachfragen sowie die Übertragung und Verteilung von Wasserstoff miteinander verbindet. In den kommenden Jahren werden die Ergebnisse des H2GreenTECH-Projekts einen wichtigen Beitrag für die Weiterentwicklung von grünen Wasserstofftechnologien liefern, indem derzeitiges fragmentiertes Wissen über Wasserstofftechnologien und Brennstoffzellen vervollständigt wird. Durch die Einrichtung eines One-Stop-Shop-Wasserstoffzentrums in Maribor in Kombination mit unterstützenden Labors in Ljubljana, Graz und Villach wird Zugang zu einer umfassenden Forschungsinfrastruktur für Wasserstofftechnologien angeboten. Basierend auf dem gemeinsamen Fachwissen bezüglich umweltfreundlicher Wasserstofftechnologien und Brennstoffzellen werden Technologieprotokolle verfasst und Demonstrationsmodelle für die Anwendung von Wasserstoff in Verkehr und Industrie entwickelt, mit denen alle Interessengruppen die Brennstoffzellen und -methoden testen können.
Erstellt von: Petra Props, project coordinator at National Institute of Chemistry


